FAQ - Häufig gestellte Fragen

Um Ihnen schnell und einfach weiterhelfen zu können, auch außerhalb unserer Geschäftszeiten, haben wir hier Fragen beantwortet, die uns am häufigsten gestellt werden und diese in Themenbereichen zusammengefasst.

Was wächst auf der Fassade?

Fassaden können durch verschiedene Organismen besiedelt werden. Die unschönen Verfärbungen Ihrer Fassade werden insbesondere von Algen, Schimmelpilzen, Flechten und Moosen hervorgerufen.
Die am häufigsten vorkommenden Algen werden zur Gruppe der Grünalgen gezählt. Diese lassen die Fassade entsprechend grünlich erscheinen.
Die am häufigsten anzutreffenden Pilze zählen zu den Schwärze- bzw. Schimmelpilzen. Diese sind in der Regel an den dunklen, bläulich-schwarzen Verfärbungen zu erkennen.

Was ist eine Alge?

Algen sind biologische Kleinstlebewesen oder auch Mikroorganismen, die in der Natur weit verbreitet sind. Für den Biologen sind sie Nützlinge und Schädlinge gleichermaßen. Für ihr Wachstum benötigen sie neben CO₂ lediglich genügend Licht und Wasser. An Gebäuden sind Algen oftmals schon mit bloßem Auge als farbige Bereiche auf der Oberfläche erkennbar – je nach Algentyp grünlich bis bläulich, auch eine Rotfärbung ist auf Algen zurückzuführen. Letztere hinterlassen eine sehr hartnäckige Verfärbung, die meist nur schwer zu entfernen ist.
Nach derzeitigem Kenntnisstand wachsen Fassadenalgen nur auf der Oberfläche bzw. in schon vorhandenen Hohlräumen.
Oft ist Algenbewuchs an einer Fassade, je nach Wetterlage, mehr oder weniger sichtbar. Am Ende einer Feuchtperiode ist der Algenteppich an der Fassade oft klar und grün (bzw. rot) gut zu erkennen.
Nach dem Austrocknen der Fassade kann der Algenteppich sein Aussehen vollständig ändern. Manchmal erscheint er nur noch leicht gräulich oder wird sogar nahezu unsichtbar. Durch Anfeuchten mit Wasser wird vorhandener Algenbewuchs jedoch sofort wieder sichtbar.

Was sind Pilze?

Ebenso wie Algen sind Pilze Mikroorganismen und ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt.
Anders als bei Algen benötigen Pilze für ihr Wachstum kein Licht. Ausreichend Feuchtigkeit ist jedoch auch hier eine wichtige Wachstumsvoraussetzung. Je nach Rahmenbedingungen werden Fassaden von verschiedenen Pilzen besiedelt, am häufigsten werden Schimmelpilze bzw. sogenannte Schwärzepilze vorgefunden, die oftmals schon mit bloßem Auge punktuell erkennbar sind.
Vor allem über häufig gekippten Fenstern (Dauerkipplüftung) kann man verstärkt Schimmelwachstum (hauptsächlich Schwarzschimmel) feststellen. Diese schwarzen Flecken befinden sich meist über Küchen-, Bad/WC- oder Schlafzimmerfenstern.

Was sind die Ursachen für das Wachstum?

Algen benötigen für ihr Wachstum lediglich CO₂, Licht und Feuchtigkeit. Daher befallen sie nahezu jede Oberfläche.
Es gibt jedoch zahlreiche Faktoren, welche den Algenbewuchs drastisch beschleunigen können. Tauwasserbildung an Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS), zu geringe bis gar keine Dachüberstände, defekte Bauanschlüsse, die Lage des Objektes, die Jahresdurchschnittstemperatur, die durchschnittliche Jahresfeuchtigkeit, an der Fassade angrenzende Pflanzen oder Bäume …
Mehr über die einzelnen Faktoren und Ursachen finden Sie im Dokument
Technische Informationen – Algen und Pilze auf Fassaden.

Warum veralgen WDVS Fassaden schneller als ungedämmtes Mauerwerk?

Bei Fassaden mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist das Mauerwerk vom Außenputz abgekoppelt und liefert demnach keine Wärme nach außen. Das ist grundsätzlich auch der Sinn einer Wärmedämmung.
Da es sich jedoch hierbei um ein Dünnschichtsystem handelt, besitzt der Außenputz kaum Wärmespeichervermögen. Daher kühlt er in der Nacht sehr rasch ab – es entsteht Tauwasser. Dieses vermehrte Feuchteangebot begünstigt den Bewuchs enorm.

Warum habe ich das Problem bei einer ungedämmten Fassade seltener?

Ohne Wärmedämmung wärmt sich das Mauerwerk von innen auf. Daher trocknet die Außenfassade schneller als eine gedämmte Fassade. Das Algenwachstum beginnt demnach weitaus später.

Können Algen und Pilze zu Schäden an der Fassade führen?

Algen- und Pilzwachstum an Fassaden wird nicht als technischer Mangel betrachtet, welcher auf unsachgemäße Verarbeitung zurückzuführen ist.
Es ist und bleibt ein optischer Mangel.
Grundsätzlich konnten noch keine Schädigungen durch Algen selbst an Fassaden nachgewiesen werden. Sehr starker Bewuchs kann jedoch die Fassade am Austrocknen hindern, was zur Verkürzung der Nutzungsdauer einer Fassade führen kann. Um dies zu verhindern, sollte eine Fassade in regelmäßigen Abständen gereinigt werden.

Wann sollte eine Fassade gereinigt werden?

Studien des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik zufolge haben WDVS Fassaden eine Lebensdauer von ca. 60 Jahren. Die Renovierung einer Fassade in Form eines neuen Deckanstrichs wird nach spätestens 20 Jahren empfohlen. Um bis dahin die Ästhetik einer Fassade zu erhalten, ist eine angemessene Wartung und Pflege erforderlich. Dazu gehört auch eine regelmäßige professionelle Reinigung. Schlimmstenfalls müssen bereits nach 1 bis 4 Jahren Maßnahmen gegen Algen und Pilze an Fassaden ergriffen werden.

Gewährleistet der ausführende Fassadenbetrieb dafür?

Nein.
Algenbewuchs ist ein natürliches Phänomen und weder Systemhersteller noch Verarbeiter können für dafür haften oder gewährleisten, solange Produkte verwendet werden, welche für den Außeneinsatz geeignet sind. Bei frühzeitig veralgten Fassaden kann es jedoch aus Kulanzgründen zu einer Ausbesserung kommen.

Woher stammen die schwarzen Flecken über manchen Fenstern?

Falsches Lüftungsverhalten (Dauerkipplüftung) ist verantwortlich für diese Schimmelbildung. Durch die Dauerkipplüftung entweicht stets warme Raumluft und steigt an der Fassade empor. Es bildet sich Kondenswasser. Das vermehrte Feuchtigkeitsangebot beschleunigt das Schimmelwachstum.
Es wird daher Stoß- und Querlüften empfohlen.

Sind Algen und Pilze auf der Fassade giftig und gelangen sie in das Innere?

Dass Pilze im Innenraum der Gesundheit nicht zuträglich sind ist hinlänglich bekannt. Ob aber nun Schimmelpilz auf der Fassade gesundheitsschädlich ist, ist bisher noch nicht ausreichend erforscht.

Wie lange dauert es bis die Fassade nach der Reinigung wieder veralgt ist?

Es ist schwer vorherzusagen, wie schnell eine erneute Algenbildung satt finden wird. Sicher ist, dass auf der Fassade sich nach einiger Zeit wieder Bewuchs durch Mikroorganismen bilden wird. Wann das der Fall ist, hängt von verschiedenen Umweltfaktoren, z.B. Witterung, ab. Unser Fassadenschutz sorgt auf Grund seiner Zusammensetzung dafür, dass die frisch gereinigte Fassade nicht sofort wieder von Algen und Schimmel besiedelt und der erneute Befall so lange wie möglich hinausgezögert wird. Aufgrund der Kombination vieler Umwelteinflüsse kann keine unbegrenzte Garantie auf die Wirkungsdauer gegeben werden.

Was ist eine Dübelabzeichnung?

Die Dübel, welche die Styroporplatten am Mauerwerk befestigen, dienen als Wärmeleiter. Sie leiten die Wärme des Mauerwerkes nach außen. Sind diese bei der Anbringung nicht versenkt worden, wärmt sich der Außenputz an diesen Stellen leicht auf.
Das Ergebnis – an diesen Stellen trocknet die Fassade schneller und der Algenbefall fällt geringer aus.

Wie funktioniert das Verfahren ohne Gerüst?

Wir arbeiten mit einem Teleskoplanzensystem. Diese Lanzen können bis zu einer Höhe von 10m eingesetzt werden. Die Waschlanze arbeitet mit Hochdruck. Durch den Einsatz von speziellen Breitstrahldüsen fällt der Druck an der Fassade jedoch wesentlich geringer aus. Diese wird lediglich sanft abgespült und nicht abgestrahlt. Der hohe Wasserdruck wird also lediglich zum Betrieb der Lanze benötigt.

Hochdruck ist doch schlecht für eine Fassade. Gibt es Risse und Wasserschäden?

Wichtig für die sachgemäße Reinigung ist die Aufprallenergie des Wassers, verteilt auf eine ausreichend große Fassadenfläche.
Der Arbeitsdruck unserer Waschgeräte hat nichts mit der tatsächlichen Aufprallenergie des Waschwassers an der Fassade zu tun. Bei unserem Verfahren wird durch die richtige Kombination aus Düsengröße, Wassermenge und Abstand zur Fassade der optimale Druck an die Fassade gebracht, ohne den intakten Untergrund zu beschädigen.
Durch den großen Abstand zur Fassade ist der angewendete Druck nur unwesentlich höher als wenn mit einem Gartenschlauch gearbeitet werden würde, jedoch viel konstanter und verteilt auf eine weitaus größere Fläche.

Muss ein Spechtloch geschlossen werden?

Ja. Grundsätzlich sollte jede offene oder undichte Stelle in der Gebäudehülle geschlossen werden, um das Eindringen von Wasser und Feuchtigkeit zu verhindern.

Meine Eternitfassade enthält Asbest. Darf man diese reinigen?

Grundsätzlich behandeln wir ausschließlich beschichtete Vertäfelungen. Da wir nass und vor allem mit weing Druck arbeiten, entsteht dabei keine Freisetzung von Asbestfasern.

Welche Chemie wird eingesetzt? Funktion und Schädlichkeit für Mensch und Umwelt?

Unser Renigungsmittel ist ein hoch wirksames Reinigungskonzentrat auf Aktivchlorbasis, um organische Bestandteile auf der Fassade zu entfernen. Vor der Anwendung wird eine Verdünnung im Verhältnis 1:6 angesetzt. Unser Reinigungsmittel setzt nach dem Auftragen auf die Fassade hoch aktive Wirksubstanzen frei, die die organischen Bestandteile von der Oberfläche lösen.
Die Fassade selbst wird bei ordnungsgemäßer Anwendung der Verdünnung nicht durch unser Reinigungsmischung angegriffen.
Nach einer Einwirkzeit von ca. 30 – 60 min wird das Mittel zusammen mit den Schmutzresten von der Fassade abgespült.
Anschließend wird ein Desinfektionsschutz mit Langzeitwirkung aufgetragen. Dieser wird im Verhältnis 1:10 verdünnt und auf die gereinigte Fassade gesprüht. Es ist ein sogenanntes Biozidprodukt. Dieses zieht in die Fassade ein und hat eine desinfizierende Wirkung, durch sein sehr breites Wirkungsspektrum gegenüber Algen und Schimmel. Die behandelten Flächen sollten, wenn irgend möglich, in den folgenden 24 Stunden vor Regen geschützt werden.

Wie wichtig ist das richtige Mischungsverhältnis?

Um Transport und Lagerung zu optimieren haben wir uns für die Verwendung von Konzentraten entschieden. Die Konzentrate werden in einem exakt vorgegebenen Mischungsverhältnis verwendet, um die optimalen Eigenschaften (Viskosität, Schaumgehalt, Wirkstoffkonzentration, Wirkungsgrad, Haltbarkeit etc.) für die Fassadenreinigung/Algenentfernung zu erreichen.
Die Erfahrung zeigt, dass zu stark konzentrierte Reinigungsmischungen den Putz, dessen Bindemittel bzw. Farbpartikel, zerstören können. Außerdem werde die techn. Hilfsmittel (Lanzen, Pumpen, Schläuche usw.) zu stark beansprucht, was zu vorzeitigem Verschleiß führt.
Bei zu stark verdünnter Reinigungslösung hingegen entfällt meist die angestrebte Reinigungs- oder Schutzwirkung.

Was ist ein Biozid?

Biozide sind chemische oder biologische Wirkstoffe und Produkte, die Schädlinge wie Algen, Pilze, Moose, Schimmel oder Bakterien bekämpfen. In vielen Bereichen des privaten oder beruflichen Lebens werden Biozide eingesetzt, z.B. als antibakterielle Putz- und Desinfektionsmittel, Holzschutzmittel bis hin zu Algenschutzmitteln in WDVS-Systemen.

Was ist der Unterschied zwischen Pestizid, Algizid und Fungizid?

Algizide und Fungizide sind chemische oder biologische Wirkstoffe die sich gegen Algen (Algizid) oder Pilze (Fungizid) richten.
Als Pestizid werden sämtliche Pflanzenschutzmittel und Mittel zur Schädlingsbekämpfung bezeichnet.

Was ist der pH-Wert?

Der pH-Wert ist das Maß für die Stärke der sauren bzw. basischen Wirkung einer wässrigen Lösung. In den meisten wässrigen Lösungen liegen die pH-Werte zwischen 0 (stark sauer) und 14 (stark basisch). Neutrale Flüssigkeiten (z.B. reines Wasser) sind weder sauer noch basisch und haben einen pH-Wert von 7.
Je weiter der Wert einer Flüssigkeit davon abweicht (größer oder kleiner 7) desto stärker ätzend reagiert die Flüssigkeit.

Wie hoch ist der pH-Wert der Reinigungsprodukte?

Der pH-Wert unserer beiden Produkte liegt im schwach basischem bzw. neutralen Bereich.
Wird das vorgegebene Verhältnis der Verdünnung verändert, so verlieren die Mittel im besten Fall ihre Wirkung und im schlimmsten Fall kann dadurch die Reinigungsausrüstung, oder gar der Mensch geschädigt werden. Unser Reinigungsmittel darf nicht mit Säuren in Kontakt kommen, da sich der Wirkstoff dann rasch zersetzt und Chlorgas freigesetzt wird.

Was geschieht mit dem Waschwasser? Warum wird es aufgefangen?

Laut einschlägiger Gesetzgebung in Deutschland muss beim Abwaschen von Fassaden das Wasser aufgefangen werden, wenn das Grundwasser dabei verunreinigt werden kann. Dies gilt für jegliche Art der Reinigung – auch mit reinem Wasser ohne Chemiezusatz.
Die an der Fassade haftenden Schwermatalle, Rußpartikel, Farb- oder Putzreste dürfen nicht ins Grundwasser gelangen. Auch müssten vor einer Einleitung in die Kanalisation die Inhaltsstoffe des Abwassers geprüft werden. Deshalb fangen wir das Abwasser auf, entfernen die Fremdstoffe und entsorgen dann das Abwasser fachgerecht.

Welche Sicherheitsbestimmungen sind zu beachten?

  • Die Produkte dürfen nur von einem Fachbetrieb verarbeitet werden. Nur so ist eine sichere Fassadenreinigung möglich.
  • Da der Anwendungstechniker berufsmäßig mit den Reinigungsmitteln arbeitet, ist er ihnen ständig ausgesetzt. Daher sollte während der Arbeit mit dem Reinigungsmittel und dem Langzeitschutz stets entsprechende Schutzbekleidung getragen werden. Wie auch in anderen Branchen üblich, dient dies dem Selbstschutz und beugt eventuellen Spätfolgen vor.
    Zur Schutzkleidung gehören:
    1. Schutzbrille
    2. Feuchtigkeitsabweisende Handschuhe
    3. Arbeitsbekleidung mit langem Ärmel und Beinkleid
    4. Mütze
    5. Atemschutzmaske der Klasse FFP-2

    Des Weiteren sollte für den Notfall immer eine Augenspülllösung griffbereit sein.

  • Bei der Reinigung stets Fenster und Türen geschlossen halten.
  • Passanten und Anwohner während der Reinigung von der Arbeitsstelle fernhalten.
  • Das Reinigungsmittel wirkt korrosiv gegenüber Metallen. Materialverträglichkeit prüfen.

Ist das Reinigungsmittel schädlich für den Menschen?

Das Reinigungsmittel wird immer im Verhältnis 1:6 gemischt. Bei fachgerechter Handhabung und mit entsprechender Schutzkleidung ist für den Anwendungstechniker keine akute Gefährdung bezüglich Mensch und Umwelt zu erwarten.
Beim Auftragen des Reinigungsmittels kann unter Umständen ein leichter „Schwimmbadgeruch“ wahrnehmbar sein. Dieser kann zwar je nach Wahrnehmung unangenehm sein, ist aber in der vorherrschenden Konzentration im Freien nicht gesundheitsschädlich.
Werden Personen dem Sprühnebel ausgesetzt, so kann es zur Reizung der Augen und Atemwege kommen. In diesem Falle sollte ein Ort mit ausreichend Frischluft aufgesucht und die Augen mit einer Augenspülllösung oder Wasser ausgespült werden.
Grundsätzlich gilt: Das Reinigungsmittel nicht in Kontakt mit Atemwegen, Augen oder Haut gelangen lassen und bei Unwohlsein immer einen Arzt hinzuziehen.

Woher kommt der Chlorgeruch?

Der im Volksmund als Schwimmbad- oder auch Chlorgeruch bezeichnete Geruch wird nicht von Chlorgas, sondern von Zersetzungsprodukten, die bei der Behandlung mit dem Reinigungsmittel entstehen können, verursacht. Da unser Reinigungsmittel jedoch bestimmte Inhaltsstoffe enthält, welche den bekannten Chlorgeruch neutralisieren, ist dieser nur in seltenen Fällen wahrnehmbar. Im Schwimmbad entstehen diese Zersetzungsprodukte, sogenannte Chloramine, hauptsächlich bei der Reaktion von Chlor und Harnstoff.

Ist das Reinigungsmittel schädlich für die Umwelt?

Das Reinigungsmittel ist in korrekter Verdünnung als schwach wassergefährdend eingestuft und sollte daher nicht in größeren Mengen in fließende Gewässer gelangen, im Boden zerfällt es jedoch rasch in Chlorid und Sauerstoff. Beim Auftragendes Reinigungsmittels mit der Lanze kann durch den Wind ein feiner Sprühnebel auf die umliegende Vegetation gelangen. Daher sollten umliegende Pflanzen nach Möglichkeit mit einer Folie abgedeckt werden, oder kurz vor und nach dem Einsprühen die kritischen Stellen gewässert werden.
Das Einsprühen sollte möglichst bei Windstille durchgeführt werden. Kontaminierte Pflanzenteile können ausbleichen und anschließend braun werden. Nach kurzer Zeit erholen sich die Pflanzen meist wieder.

Weiße Kunststoffelemente oder -fenster verfärben sich eventuell braun nach der Behandlung mit dem Reinigungsmittel?

In seltenen Fällen können weiße Kunststoffelemente nach der Reinigung braun anlaufren. Diese Verfärbung verschwindet in der Regel jedoch selbständig nach 2 – 3 Wochen. Eine langfristige Verfärbung ist nicht bekannt.

Ist der Langzeitschutz schädlich für die Umwelt?

Der Langzeitschutz wirkt bei richtiger Verdünnung gemäß seiner Bestimmung in erster Linie auf Mikroorganismen wie Algen, Pilze und Bakterien. Bei höheren Lebewesen und Pflanzen ist keine schädigende Wirkung durch den Langzeitschutz bekannt.

Können Materialien durch den Langzeitschutz geschädigt werden?

Eine Schädigung von Oberflächen durch den Langzeitschutz ist nicht bekannt. Nach der Reinigung sollten aber so schnell als möglich Fenster und Glasflächen gereinigt werden. Aufgrund der guten Hafteigenschaften des Langzeitschutzes ist dies nach längerem Warten schwieriger zu bewerkstelligen als kurz nach der Reinigung der Fassade.

Sind die Reinigungsprodukte biologisch abbaubar?

Der im Langzeitschutz enthaltene Wirkstoff erfüllt die Bedingungen der biologischen Abbaubarkeit wie sie in der Verordnung (EG) Nr. 648/2004 über Detergenzien festgelegt sind:
„Primäre Bioabbaubarkeit“ – die Veränderung der Struktur (Umwandlung) eines Tensids durch Mikroorganismen, wodurch seine grenzflächenaktiven Eigenschaften infolge des Abbaus des Ausgangsstoffes und des damit einhergehenden Verlusts von dessen grenzflächenaktiver Eigenschaft verloren gehen …
Bei dem Inhaltsstoff des Reinigungsmittels handelt es sich um eine anorganische Substanz. Der Begriff der biologischen Abbaubarkeit bezieht sich jedoch auf organische Substanzen, da nur diese biologisch abgebaut werden können. Allerdings zerfällt der Inhaltsstoff des Reinigungsmittels im Boden rasch zu Chlorid und Sauerstoff und wird somit schnell unwirksam.